Literaturkurs mit Dr. Ilja Johannes Karenovics

Ans Ende der Nacht? – Faschismus und Antifaschismus in der Literatur

 

„Faschismus hat ganz viel mit Erzählungen zu tun“, sagt der Literaturwissenschaftler Philip Theison in einem Interview: Tatsächlich war die Literatur schon vor jeder politischen „Machtergreifung“ ein Medium für die Ideologie oder „Doktrin“ (Mussolini), für die „Narrative“ und die Ästhetik jener Bewegung, Strömung oder Haltung, die man im weitesten Sinne als faschistisch bezeichnen kann. Sie ist es bekanntlich ebenso für ihr Gegenstück – das dezidiert antifaschistische Engagement.

 

Was aber macht diese (proto-)faschistische literarische Ästhetik und was ihr antifaschistisches Gegenstück künstlerisch aus? Was sind ihre jeweiligen Formen, Figuren, Themen und Mythen? Dieser Frage gehen wir lesend und interpretierend nach – anhand von literarischen Texten aus dem englischen, deutschen, italienischen und französischen Sprachraum. 

 

Vier Abende in der Zeit vom 3.11.; 11.11.; 18.11 und 24.11. jeweils um 19 Uhr für 1.5 Stunden.
Der Referent kommt aus Basel per Zoom dazu, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer treffen sich „i de Fabrik“ im Raum Syti.

Filmvortrag: Slow Grow – der Boden lebt

Eine nachhaltige Landwirtschaft

Die Landwirtschaft hat nur dann eine Zukunft, wenn man dem Boden oberste Priorität einräumt. Das Bodenleben muss intakt sein, die Mikroorganismen müssen das organische Material in Humus verwandeln und dieser Humus muss gespeichert werden können. Chemie, Kunstdünger und Pflug sind Faktoren, die für einen qualitativ guten Boden von Nachteil sind. Die Ressource Humus wird damit abgebaut. Die Qualität des Bodens leidet.

In unserem Film portraitieren wir den Landwirtschaftsbetrieb „Slow Grow“ aus Mönchaltdorf, der schweizweit einmalig ist und der das natürliche Potential des Bodens optimal nutzt. Verschiedene Kulturen werden in Mulch angebaut. Das schützt vor starkem Regen (Erosion) und hilft mit, dass der Boden nicht austrocknet. Zudem düngt er, gibt Nährstoffe ab und ernährt so das ganze Bodenleben. Gesunde Böden können das Klima positiv beeinflussen. Solche Böden speichern viel CO2, mehr als alle Wälder der Erde zusammen.

Ablauf
Filmvortrag mit Einleitung, Film und Diskussion

Dauer
ca. 90 Minuten

Trailer

 

Der Kurs wird im Rahmen des Projekts «Glück der Genügsamkeit. Suffizienzbildung an den schweizerischen Volkshochschulen» unterstützt.

Filmvortrag: Brasilien – Land für die Landlosen

Wie viel ist genug? Wie viel ist notwendig?

Die Organisation „Public Eye“ empfiehlt, dass man pro Woche und pro Person nicht mehr als 0,5 kg Fleisch isst, pro Jahr also 25 bis 26 kg. Momentan ist es in der Schweiz das Doppelte und vieles davon wird vom Ausland importiert.

In Brasilien beispielsweise wird viel Land an ausländische Investorinnen und Investoren verpachtet und verkauft und in Weidegebiete für die Rinderzucht verwandelt. Natürliche Ökosysteme werden zerstört, die Nahrungsmittelproduktion ist rückläufig, Hunger und Armut nehmen zu.

Dagegen opponiert die Landlosen-Bewegung MST (Movimento sem terra). Sie besetzen Grundstücke, die nur der Spekulation dienen.

Wir sind dabei, wenn 200 Familien – vom Kleinkind bis zu den Grosseltern – ein Stück Land besetzen.

 

Ablauf
Filmvortrag mit Einleitung, Film und Diskussion

Dauer
ca. 80 bis 90 Minuten

Trailer

 

Der Kurs wird im Rahmen des Projekts «Glück der Genügsamkeit. Suffizienzbildung an den schweizerischen Volkshochschulen» unterstützt.

Wie hast du’s mit der Religion – Vortrag und Diskussion mit Dr. Erhard Jordi und Dr. Klaus Opilik

Unser Sprechen und Nachdenken über Gott kann sich in den verschiedensten Kontexten bewegen. Neben dem angestammten Bereich des religiösen Glaubens geistern schon seit der Antike bis ins 19. Jahrhundert verschiedene Gottesbegriffe durch die Philosophie.

In der neuzeitlichen Naturwissenschaft scheint Gott durch rationale Gedankenfolgen ersetzt worden zu sein. Namhafte Naturwissenschaftler von den Anfängen der neuzeitlichen Naturforschung bis in die heutige Zeit haben sich zu ihrem Verständnis von Gott und Religion geäussert und ihre Vorstellung auch öffentlich reflektiert. Dabei geht es weniger darum, Gott in der Naturwissenschaft zu suchen als vielmehr um die Diskussion des eigenen Verhältnisses zu Gott.

Gott im Glauben, Gott in der Philosophie und Gott im Rahmen eines naturwissenschaftlichen Weltbildes, das sind die Bereiche, denen sich der Vortrag widmet. Die damit verbundenen sehr unterschiedlichen Perspektiven wollen Anstösse geben, wie ein heutiges Nachdenken über Gott ganz undogmatisch in Gang gesetzt werden könnte.

Fledermäuse – die Königinnen der Nacht

Erhalten Sie einen tieferen Einblick in das Leben der Fledermäuse – mit Fokus auf unsere einheimischen Fledermausarten.
Die nächtlichen Luftakrobaten verfügen über faszinierende Fähigkeiten, beleben die Dunkelheit und sind für uns sowie unser Ökosystem unerlässlich. Seit Jahrhunderten leben sie häufig in nächster Umgebung zu uns Menschen – oft unter demselben Dach. Dennoch wissen viele Menschen sehr wenig über die Fledermäuse.
Dank der vor über 55 Millionen Jahren eingeleitete Evolution haben sie Fähigkeiten entwickelt, wie sie die Nacht zum Tag machen, um nachtaktive Insekten jagen zu können. Dabei verspeisen sie oft über tausend Insekten pro Nacht und halten so auch Schädlinge in Schacht.
Trotz erfreulichen Nachrichten über die Populationszunahme einiger Fledermäuse in den letzten Jahren sind diese Tiere weiterhin stark in Bedrängnis und teils vom Aussterben bedroht.
Bereits einfache Massnahmen können viel bewirken, um lokale Populationen zu erhalten. Meist schliessen die Menschen die Fledermäuse in ihre Herzen, alsbald sie mehr über deren Fähigkeiten und dessen Leben wissen.
Wer aufgehört hat zu lernen, ist alt. Er mag zwanzig oder achtzig sein.
Henry Ford
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