Literaturkurs mit Dr. Ilja Johannes Karenovics

Ans Ende der Nacht? – Faschismus und Antifaschismus in der Literatur

 

„Faschismus hat ganz viel mit Erzählungen zu tun“, sagt der Literaturwissenschaftler Philip Theison in einem Interview: Tatsächlich war die Literatur schon vor jeder politischen „Machtergreifung“ ein Medium für die Ideologie oder „Doktrin“ (Mussolini), für die „Narrative“ und die Ästhetik jener Bewegung, Strömung oder Haltung, die man im weitesten Sinne als faschistisch bezeichnen kann. Sie ist es bekanntlich ebenso für ihr Gegenstück – das dezidiert antifaschistische Engagement.

 

Was aber macht diese (proto-)faschistische literarische Ästhetik und was ihr antifaschistisches Gegenstück künstlerisch aus? Was sind ihre jeweiligen Formen, Figuren, Themen und Mythen? Dieser Frage gehen wir lesend und interpretierend nach – anhand von literarischen Texten aus dem englischen, deutschen, italienischen und französischen Sprachraum. 

 

Vier Abende in der Zeit vom 3.11.; 11.11.; 18.11 und 24.11. jeweils um 19 Uhr für 1.5 Stunden.
Der Referent kommt aus Basel per Zoom dazu, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer treffen sich „i de Fabrik“ im Raum Syti.

Kurs
i de Fabrik, Laubstrasse, Schwyz, Schweiz
03.11.2026   19:00 Uhr
11.11.2026   19:00 Uhr
18.11.2026   19:00 Uhr
24.11.2026   19:00 Uhr
Mitglieder: CHF 140.00 / Nichtmitglieder: CHF 160.00 (Anmeldung erforderlich)

Lesung aus „Weil ich Ruth bin“

Julia Weber liest aus „Weil ich Ruth bin“

 

 

 

Ein grosser Roman über Körper, Liebe und Selbstermächtigung

Alle verfallen ihr. Sie geht selbstbewusst durch die Straßen in ihrem Glanz, zieht magisch die Aufmerksamkeit auf sich. Ruth.

Ruth ist ein ganz besonderer Mensch. Sie kommt mit einem Fell zur Welt wie schon ihre Mutter und ihre Großmutter, am Ende der Kindheit verliert sie es. Und Ruth hat «die Kraft». Sie kann Gewitter aufziehen lassen, Bäche zum Versiegen bringen, Dinge bewegen.

Aber vor allem kann sie Menschen in Tiere verwandeln, vorübergehend. Und die Menschen strömen zu ihr, wollen Qualle sein auf Zeit, Languste, Hund, Vogel, Echse und dabei die Rechnungen vergessen, die Sitzungen im Büro, den Haushalt, das ganze moderne Leben.

Ruth teilt ihre Kraft mit jedem einzelnen Menschen, sie sehen bei ihr das Glück, sehen, was sein könnte und nicht ist, was sie vergessen haben und jetzt vermissen. Und sie hilft mit ihrer Kraft auch denen, die Gewalt erleben. Aber dann kommt Linda, die große, schöne Linda. Die verheiratete Linda. Was soll jetzt werden?

«Weil ich Ruth bin» ist ein verblüffender Roman voller Magie in einer einzigartig sinnlichen Sprache.

 

Referat
Kantonsbibliothek, Rickenbachstrasse, Schwyz, Schweiz
17.11.2026   19:00 Uhr
Mitglieder: CHF 10.00 / Nichtmitglieder: CHF 15.00

Mondholz – Mythos oder Wahrheit?

«In Zusammenarbeit mit der FFS EB Schwyz»

Verändert der Zeitpunkt der Holzernte tatsächlich die Eigenschaften des Holzes? Der Vortrag beleuchtet die Herkunft und Entwicklung dieses Wissens mit einem Blick in die Vergangenheit und zeigt auf, wie traditionelle Erfahrungen über Jahrhunderte weitergegeben wurden. Anfang der 2000er Jahre griff auch die Wissenschaft das Thema Mondholz auf und lieferte erstmals fundierte Belege für mögliche Unterschiede. Doch lassen sich diese Besonderheiten tatsächlich bei der Verarbeitung wahrnehmen? In welcher Form findet Mondholz heute Anwendung? Der Vortrag schlägt eine Brücke zwischen überliefertem Wissen und moderner Forschung und lädt dazu ein, ein faszinierendes Thema neu zu entdecken. Erleben Sie das Raumgefühl direkt vor Ort, da das Gebäude und der Seminarraum mit Mondholz gebaut wurden.

Kursziel: Sie erhalten einen fundierten Einblick in Herkunft, wissenschaftliche Erforschung sowie Holzernte und Nutzung von Mondholz. Sie erfahren, ob sich Unterschiede in Verarbeitung und Einsatz in der Praxis tatsächlich bemerkbar machen.

Kurs
Holz100-Träff
18.11.2026   19:00 – 22:00 Uhr

Minimalistisch Wohnen – weniger ist mehr!

«In Zusammenarbeit mit der FFS EB Schwyz»

Willkommen auf einer Entdeckungsreise, auf der Minimalismus und Gemütlichkeit Hand in Hand gehen. Dieser Kurs lädt Sie ein, die Frage zu erkunden: „Wie viel benötige ich wirklich, um glücklich zu sein?“ Oft ist weniger mehr, besonders wenn es darum geht, ein erfülltes und freudvolles Zuhause zu gestalten. Minimalismus ist nicht nur ein Aufräumprinzip, es ist eine Philosophie, die es ermöglicht, das Überflüssige loszulassen und Platz für das Wesentliche zu schaffen.

Wie finden Sie die perfekte Balance zwischen Minimalismus und persönlichem Ausdruck? Wie gestalten Sie Ihr Zuhause zu einem Ort der Ruhe, der dennoch Ihre Persönlichkeit widerspiegelt?

In diesem Kurs werden Sie durch jede Ecke Ihres Zuhauses begleitet – von der Küche bis zum Kinderzimmer, vom Abstellraum bis zum Wohnzimmer. Gemeinsam wird ergründet, was Sie wirklich brauchen, um Ihr Leben zu vereinfachen und zugleich zu bereichern. Mit praktischen Übungen, persönlichen Reflexionen und nützlichen Checklisten lernen Sie, wie Sie Ordnung, Struktur und vor allem Gemütlichkeit in Ihr Zuhause bringen.

Kursziel: Am Ende des Kurses verfügen Sie über eine Methode, mit der minimalistisches Wohnen Einzug in Ihr Leben hält. Sie werden in der Lage sein, sich selbst die Frage „Wie viel benötige ich zum Glücklichsein?“ zu beantworten und Ihr Zuhause entsprechend zu gestalten.

Kurs
Raum Syti, i de Fabrik, Schwyz
23.11.2026   19:00 – 21:00 Uhr
30.11.2026   19:00 – 21:00 Uhr
CHF 160.- für zwei Abende inklusive Kursunterlagen

Wie hast du’s mit der Religion – Vortrag und Diskussion mit Dr. Erhard Jordi und Dr. Klaus Opilik

Unser Sprechen und Nachdenken über Gott kann sich in den verschiedensten Kontexten bewegen. Neben dem angestammten Bereich des religiösen Glaubens geistern schon seit der Antike bis ins 19. Jahrhundert verschiedene Gottesbegriffe durch die Philosophie.

In der neuzeitlichen Naturwissenschaft scheint Gott durch rationale Gedankenfolgen ersetzt worden zu sein. Namhafte Naturwissenschaftler von den Anfängen der neuzeitlichen Naturforschung bis in die heutige Zeit haben sich zu ihrem Verständnis von Gott und Religion geäussert und ihre Vorstellung auch öffentlich reflektiert. Dabei geht es weniger darum, Gott in der Naturwissenschaft zu suchen als vielmehr um die Diskussion des eigenen Verhältnisses zu Gott.

Gott im Glauben, Gott in der Philosophie und Gott im Rahmen eines naturwissenschaftlichen Weltbildes, das sind die Bereiche, denen sich der Vortrag widmet. Die damit verbundenen sehr unterschiedlichen Perspektiven wollen Anstösse geben, wie ein heutiges Nachdenken über Gott ganz undogmatisch in Gang gesetzt werden könnte.

Referat
i de Fabrik, Laubstrasse, Schwyz, Raum Tschalun
27.11.2026   20:00 Uhr
Mitglieder: CHF 10.00 / Nichtmitglieder: CHF 15.00 (Anmeldung erforderlich)
Solange man neugierig ist, kann einem das Alter nichts anhaben.
Burt Lancaster
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