Was ist Zeit? Antwortsuche aus philosophischer und physikalischer Perspektive

Zeit ist allgegenwärtig. Unser Leben ist getaktet durch den Terminkalender.  Der Zug fährt nach Fahrplan. In möglichst kurzer Zeit wollen wir von A nach B. Wir haben Arbeitszeit und Freizeit, die Zeit wird uns zu lang oder zu knapp. 

Wir werden geboren, sind jung, werden alt und sterben. 

Jeder Tag beginnt mit einem Sonnenaufgang und die Erde vollzieht ihre Bahn einmal um die Sonne pro Jahr. 

Wir probieren, der Zeit davon zu hetzen, jung zu bleiben, keine Zeit zu verlieren, Zeit zu optimieren—und merken, die beste Zeit ist oft, wenn wir die Uhr einmal vergessen können. 

Aber was ist den Zeit? Gibt es überhaupt Zeit? Was passiert, wenn nichts passiert?

Newton meinte, dass die Zeit tickt, Augustinus beschreibt, dass es sowohl die Zukunft als auch die Vergangenheit nur in der Gegenwart gibt, und diese auch unmittelbar vergeht. Der Zen-Meister Dōgen schreibt: „Alles, was ist, ist auch Zeit.“ Einstein zeigt auf, dass Zeit relativ ist, verzogen wird durch Masse und verwoben mit dem Raum. In manchen Religionen gibt es Ewigkeit—Zeit, die immer da ist. Wir messen die Zeit mittels zyklischer Prozesse (bsp. Jahr mit seinen Jahreszeiten, oder rotierender Zeiger auf der Uhr), aber sie vergeht für uns eine Richtung und kommt nicht zurück.

An diesem Vortragsabend gehen wir anhand philosophischer und physikalischer Gedanken und Theorien auf die Suche nach Antworten auf die Frage, was Zeit ist, mit dem Ziel mit der Zeit nachhaltig umzugehen. 

Referat
21.4.2026  
Mitglieder: CHF 10.00 / Nichtmitglieder: CHF 15.00 (Anmeldung erforderlich)
Schwyzer Kulturwochenende - Wildheuen im Tessin

Wildheuen im Tessin – historische Realität und erzählerische Fiktion

Schwyzer Kulturwochenende

Christian und Ruth Besimo empfangen Sie wieder am Kaminfeuer Ihres Hauses in der Tradition der Tessiner Gastfreundschaft, wie sie noch heute in den abgelegenen Bergtälern gepflegt wird.

Eine ausreichende Ernte von Wildheu war auch in den Tessiner Bergen Voraussetzung für das erfolgreiche Überwintern des Viehs. Christian Besimo entführt in die historische Realität dieser Bergwelt, die an Steilheit und menschlicher Verwegenheit ihresgleichen sucht. Der Autor verzaubert zugleich mit einer Erzählung über diese vergangene Zeit.

Eine kleine Wegstärkung mit Tessiner Spezialitäten erwartet jeden Gast und vollendet den magischen Ausflug in vergangene Zeiten.

Die Gastgeber freuen sich auf Sie.       

Referat
17.4.2026  
18.4.2026  
19.4.2026  
Topfkollekte

ABGESAGT: Drohne sicher fliegen

Drohnen sind längst Teil unseres Alltags – doch wie ist ihr Einsatz im Schweizer Luftraum eigentlich geregelt, und wohin entwickelt sich diese Technologie? Die Präsentation bietet einen fundierten und zugleich verständlichen Überblick über den aktuellen Stand der Drohnenregulierung in der Schweiz.

Im Mittelpunkt stehen die rechtlichen Grundlagen, die Rolle der Behörden sowie der risikobasierte Ansatz zur Gewährleistung von Sicherheit im Luftverkehr. Ergänzend wird die nationale Awareness-Kampagne «Drohne Sicher Fliegen» vorgestellt, die Drohnenpilotinnen und -piloten für einen verantwortungsvollen und sicheren Betrieb sensibilisiert und zentrale Regeln anschaulich vermittelt.
Anhand konkreter Beispiele werden die verschiedenen Betriebskategorien, Bewilligungsverfahren und Einsatzmöglichkeiten von Drohnen erläutert. Darüber hinaus wirft der Abend einen Blick in die Zukunft: Themen wie U-Space, die zunehmende Verdichtung des Luftraums und Visionen für die Jahre 2030 bis 2040 zeigen, welche Herausforderungen und Chancen auf die Schweiz zukommen.
 
Referat
9.4.2026  
Mitglieder: CHF 15.00 / Nichtmitglieder: CHF 20.00 (Anmeldung erwünscht)

Digitaler Nachlass: Was bleibt im Netz, wenn Sie gehen?

Was geschieht mit unseren Online-Konten und digitalen Daten, wenn wir nicht mehr da sind? Oftmals wissen die Angehörigen nichts von der Existenz solcher Konten oder Daten und auf welchen Plattformen sich diese allenfalls befinden oder kennen die Zugangsdaten nicht. Eine richtige Vorbereitung ist daher wichtig und hilft, viele Schwierigkeiten zu vermeiden.

Im Vortrag werden insbesondere folgende Themen beleuchtet:

  • Was ist ein digitaler Nachlass und was umfasst er?
  • Wie kann der digitale Nachlass zu Lebzeiten optimal geregelt werden?
  • Welche Möglichkeiten gibt es für die Hinterbliebenen, auf digitale Inhalte zuzugreifen?

Die Veranstaltung richtet sich an alle, die mehr über den digitalen Nachlass erfahren und Strategien kennenlernen möchten, wie mit den Herausforderungen in diesem Kontext umgegangen werden kann. Dazu erfolgt einerseits ein theoretischer Input, um die Schwierigkeiten und die rechtliche Ausgangslage aufzuzeigen. Andererseits werden Tipps und Tricks für die Handhabung des eigenen digitalen Nachlasses vermittelt.

Referat
Kollegiumstrasse 24, 6430 Schwyz, Schweiz im Kollegisaal
1.4.2026  
Mitglieder: CHF 15.00 / Nichtmitglieder: CHF 20.00 (Anmeldung erwünscht)

Zwischen Leere und Fülle, zwischen flammend rotem Unterrock und Wilhelm Tell

Literarischer Abschied von Gertrud Leutenegger – eine Würdigung durch den Literaturwissenschafter und Freund Daniel Annen

Gertrud Leutenegger (1948-2025) hat als Autorin viele Motive aus Schwyz aufgenommen, zudem auch aus Zürich, aus dem Tessin oder aus Italien. Das macht sie so genau und konkret, dass wir oft örtliche Realitäten wiederzuerkennen glauben. Oder auch damit verbundene Tätigkeiten wie zum Beispiel die turbulente Schwyzer Fasnacht, die prächtige Fronleichnamsprozession von einst oder auch das Totengedenken im Kerchel. Aber Gertrud Leutenegger will mit diesen Motiven mehr: Sie setzt sie so in ihre Textwelten, dass höhere Welten anklingen und uns berühren. Wilhelm Tell diene als Beispiel. Er steht in den schweizerischen Geschichtsbildern für ein festes patriotisches Sinngefüge, letztlich für die eidgenössische Befreiungstradition. Ja, er hat als bewährter Armbrustschütze und Seemann diese Befreiungsgeschichte ganz entscheidend geprägt. Gegen diese «Wahrheitsfiktion» – der paradoxe Ausdruck scheint mir hier gerechtfertigt – hat 1971 Max Frisch mit seinem Erzählessay «Wilhelm Tell für die Schule» angeschrieben. Er war nicht der erste Skeptiker. Was die Historizität Tells und der eidgenössischen Befreiungsgeschichte betrifft, so gab es etwa ab Mitte des 19. Jahrhunderts dank den Arbeiten des Luzerners Joseph Eutych Kopp (1793-1866) Zweifel. Gertrud Leutenegger lobt Wilhelm Tell – aber so, dass er weder zu einem nicht hinterfragten Patriotismus noch zu einer modernen Geschichtskritik passt. Der Germanist Daniel Annen möchte solches am 27. März 2026 um 19.00 Uhr in der Kantonsbibliothek aufzeigen und er freut sich über alle Besucherinnen und Besucher.

 

Referat
27.3.2026  
Kollekte
Man braucht nichts im Leben zu fürchten, man muss nur alles verstehen.
Marie Curie
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