Was ist Zeit? Antwortsuche aus philosophischer und physikalischer Perspektive
Zeit ist allgegenwärtig. Unser Leben ist getaktet durch den Terminkalender. Der Zug fährt nach Fahrplan. In möglichst kurzer Zeit wollen wir von A nach B. Wir haben Arbeitszeit und Freizeit, die Zeit wird uns zu lang oder zu knapp.
Wir werden geboren, sind jung, werden alt und sterben.
Jeder Tag beginnt mit einem Sonnenaufgang und die Erde vollzieht ihre Bahn einmal um die Sonne pro Jahr.
Wir probieren, der Zeit davon zu hetzen, jung zu bleiben, keine Zeit zu verlieren, Zeit zu optimieren—und merken, die beste Zeit ist oft, wenn wir die Uhr einmal vergessen können.
Aber was ist den Zeit? Gibt es überhaupt Zeit? Was passiert, wenn nichts passiert?
Newton meinte, dass die Zeit tickt, Augustinus beschreibt, dass es sowohl die Zukunft als auch die Vergangenheit nur in der Gegenwart gibt, und diese auch unmittelbar vergeht. Der Zen-Meister Dōgen schreibt: „Alles, was ist, ist auch Zeit.“ Einstein zeigt auf, dass Zeit relativ ist, verzogen wird durch Masse und verwoben mit dem Raum. In manchen Religionen gibt es Ewigkeit—Zeit, die immer da ist. Wir messen die Zeit mittels zyklischer Prozesse (bsp. Jahr mit seinen Jahreszeiten, oder rotierender Zeiger auf der Uhr), aber sie vergeht für uns eine Richtung und kommt nicht zurück.
An diesem Vortragsabend gehen wir anhand philosophischer und physikalischer Gedanken und Theorien auf die Suche nach Antworten auf die Frage, was Zeit ist, mit dem Ziel mit der Zeit nachhaltig umzugehen.



