Literaturkurs mit Dr. Ilja Johannes Karenovics
Ans Ende der Nacht? – Faschismus und Antifaschismus in der Literatur
„Faschismus hat ganz viel mit Erzählungen zu tun“, sagt der Literaturwissenschaftler Philip Theison in einem Interview: Tatsächlich war die Literatur schon vor jeder politischen „Machtergreifung“ ein Medium für die Ideologie oder „Doktrin“ (Mussolini), für die „Narrative“ und die Ästhetik jener Bewegung, Strömung oder Haltung, die man im weitesten Sinne als faschistisch bezeichnen kann. Sie ist es bekanntlich ebenso für ihr Gegenstück – das dezidiert antifaschistische Engagement.
Was aber macht diese (proto-)faschistische literarische Ästhetik und was ihr antifaschistisches Gegenstück künstlerisch aus? Was sind ihre jeweiligen Formen, Figuren, Themen und Mythen? Dieser Frage gehen wir lesend und interpretierend nach – anhand von literarischen Texten aus dem englischen, deutschen, italienischen und französischen Sprachraum.
Vier Abende in der Zeit vom 3.11.; 11.11.; 18.11 und 24.11. jeweils um 19 Uhr für 1.5 Stunden.
Der Referent kommt aus Basel per Zoom dazu, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer treffen sich „i de Fabrik“ im Raum Syti.
Dr. Ilja Johannes Karenovics

Dr. Ilja Karenovics studierte Russische Philologie, Philosophie und Neuere deutsche Literaturwissenschaft in Basel und Genf. Er arbeitete unter anderem als Verlagslektor, Übersetzer/Dolmetscher und Lehrbeauftragter. Heute leitet er das Ressort Bildungsangebote und die Services Weiterbildung an der Universität Basel.
