Eine stille Revolution – Alter im Wandel
Die späteren Lebensphasen (Rentenalter, hohes Lebensalter) haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Menschen von heute leben nicht nur länger, sondern sie verbleiben oft auch länger gesund, aktiv und kreativ. Alt-werden – früher passiv erduldet – wird heute vermehrt aktiv gestaltet (und der Anteil der sportlich, sozial oder kulturell engagierter älterer Frauen und Männer hat sich wesentlich erhöht). Eine aktive und gesunde Lebensgestaltung erhöht die Chancen wesentlich, auch im Rentenalter lange behinderungsfrei zu verbleiben. Davon profitieren auch nachkommende Generationen, etwa wenn Grosseltern Enkelkinder betreuen oder pensionierte Frauen und Männer sich in der Nachbarschaft und Freiwilligenarbeit engagieren. Neudefinitionen des Alters werden dadurch verstärkt, dass ein Teil der älteren Menschen Tätigkeiten übernehmen – wie Reisen, Sport, Weiterbildung, sich modisch ankleiden – die früher ausschliesslich als Privileg der Jugend galten. Seit Jahren lässt sich deshalb beobachten, dass ältere Frauen und Männer sich häufig jünger fühlen als es ihrem tatsächlichen Alter entspricht.
Im Vortrag werden wichtige Veränderungen des Rentenalters diskutiert und es wird aufgezeigt, welche Faktoren eine lange gesunde Lebenserwartung fördern.
Prof. Dr. François Höpflinger

Prof. Dr. François Höpflinger, geb. 1948, verheiratet, 2 erwachsene Kinder, 4 Enkelkinder. Soziologe, Titularprofessor für Soziologie an der Universität Zürich. Forschungsschwerpunkte: Altersforschung Familiensoziologie, Generationenbeziehungen, Bevölkerungsentwicklung.
Aktuelle Forschungsprojekte: Wohnen im Alter, Wandel des Alterns, Arbeit 50+.
Neueste Buchpublikation: François Höpflinger, Valérie Hugentobler, Dario Spini, Dario (eds.) (2019) Wohnen in den späten Lebensjahren. Grundlagen und regionale Unterschiede, Zürich: Seismo Verlag.
Internet-Unterlagen zu Alters- und Generationenfragen: www.hoepflinger.com