Literaturkurs mit Dr. Ilja Johannes Karenovics

Ans Ende der Nacht? – Faschismus und Antifaschismus in der Literatur

 

„Faschismus hat ganz viel mit Erzählungen zu tun“, sagt der Literaturwissenschaftler Philip Theison in einem Interview: Tatsächlich war die Literatur schon vor jeder politischen „Machtergreifung“ ein Medium für die Ideologie oder „Doktrin“ (Mussolini), für die „Narrative“ und die Ästhetik jener Bewegung, Strömung oder Haltung, die man im weitesten Sinne als faschistisch bezeichnen kann. Sie ist es bekanntlich ebenso für ihr Gegenstück – das dezidiert antifaschistische Engagement.

 

Was aber macht diese (proto-)faschistische literarische Ästhetik und was ihr antifaschistisches Gegenstück künstlerisch aus? Was sind ihre jeweiligen Formen, Figuren, Themen und Mythen? Dieser Frage gehen wir lesend und interpretierend nach – anhand von literarischen Texten aus dem englischen, deutschen, italienischen und französischen Sprachraum. 

 

Vier Abende in der Zeit vom 3.11.; 11.11.; 18.11 und 24.11. jeweils um 19 Uhr für 1.5 Stunden.
Der Referent kommt aus Basel per Zoom dazu, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer treffen sich „i de Fabrik“ im Raum Syti.

Kurs
3.11.2026  
11.11.2026  
18.11.2026  
24.11.2026  
Mitglieder: CHF 140.00 / Nichtmitglieder: CHF 160.00 (Anmeldung erforderlich)

Digitale Freiheit statt Abhängigkeit

Praktische Alternativen zu Microsoft, Google & Co. kennenlernen

Für alle, die verstehen möchten, welche Alternativen es zu Microsoft, Google und anderen grossen Anbietern gibt – ohne technische Vorkenntnisse.

Computer, Smartphones und Internet gehören heute zum Alltag. Viele Menschen nutzen täglich digitale Dienste, ohne sich bewusst zu sein, wie stark sie dabei von einigen wenigen grossen Technologieunternehmen abhängig sind.

In den Medien ist zunehmend von digitaler Souveränität, Datenschutz und technischer Unabhängigkeit die Rede. Doch was bedeutet das konkret für den eigenen Alltag? Welche Alternativen gibt es? Und wie kann man selbst bestimmen, welche Software und Dienste man nutzt?

In diesem Kurs lernen Sie praktische und leicht verständliche Alternativen zu bekannten Angeboten von Microsoft, Google und anderen Anbietern kennen. Sie erhalten einen Einblick in Linux – ein freies Betriebssystem, das weltweit von Millionen Menschen genutzt wird – und können dieses auf bereitgestellten Geräten selbst ausprobieren.

Der Kurs richtet sich an alle, die digitale Zusammenhänge besser verstehen und neue Möglichkeiten für einen selbstbestimmten Umgang mit Computer und Internet kennenlernen möchten.

Kursinhalte

  • Was bedeutet digitale Freiheit und digitale Unabhängigkeit?
  • Warum wird aktuell so viel über digitale Souveränität gesprochen?
  • Freie Alternativen zu Microsoft, Google und anderen grossen Anbietern
  • Linux kennenlernen und selbst ausprobieren
  • Firefox und andere freie Programme praktisch einsetzen
  • Unterschiede zwischen freier und kommerzieller Software verstehen
  • Ein Linux-System auf einem Testgerät installieren
  • Beispiele aus dem Alltag: Wo Linux heute bereits eingesetzt wird
  • Praktische Tipps für mehr Datenschutz und Selbstbestimmung im digitalen Alltag

Voraussetzungen

Keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich.

Grundkenntnisse im Umgang mit Computer, Internet und E-Mail sind von Vorteil.

 

(Teil des Suffizienzprogramms der Volkshochschule)

Kurs
Turbine Sporthaus, Theresianum, Klosterstrasse 21, Brunnen
17.9.2026  
24.9.2026  
Mitglieder: CHF 140.00 / Nichtmitglieder: CHF 150.00 (Anmeldung erforderlich)

Louis Favre und der Gotthard-Eisenbahntunnel

Vortrag von Lorenz Degen

 

Mit dem Bau des ersten Eisenbahntunnels durch den Gotthard wurde Louis Favre berühmt. In diesem Jahr, 2026, würde der Unternehmer, der nie eine formelle Ingenieursausbildung absolvierte, seinen 200. Geburtstag feiern. Über sein Leben und die Licht- und Schattenseiten des gigantischen Tunnelbaus spricht am Freitag, 11. September 2026 (Beginn 19.00 Uhr) der Historiker und Journalist Lorenz Degen im Hotel Wysses Rössli, Schwyz. Sein Vortrag „patron, ami et père – eine Annäherung an Louis Favre“ findet im Rahmen des Herbstprogramms der Volkshochschule Schwyz statt.

 

Louis Favre, geboren am 28. Januar 1826 in Chêne-Bourg bei Genf, gehörte zu den sieben Bewerbern für den Bau-Auftrag der Gotthardbahn-Gesellschaft. Den Zuschlag erhielt er dank seines günstigen Angebots und der versprochenen Bauzeit von acht Jahren – sowie der riskanten Vertragsbedingungen, die er auf sich nahm. Am 13. September 1872 begann der Bau des 15 Kilometer langen Tunnels. Die Arbeits- und Wohnsituation der Tunnelarbeiter, vor allem italienische Mineure, grenzte ans Unerträgliche. Die offizielle Statistik zählte 199 Arbeiter, die während der Bauarbeiten starben. 1875 kam es zu einem Streik der Arbeiter, der blutig niedergeschlagen wurde.

 

Lorenz Degen beleuchtet in seinem mit Bildern und Dokumenten illustrierten Vortrag die Aspekte eines baulichen Pionierwerks – und eines Systems, das Baufortschritt und Wirtschaftlichkeit über Sicherheit und soziale Absicherung stellte. Degen ist auch Mitbegründer des Vereins «200 Jahre Louis Favre», der in diesem Jahr verschiedene Erinnerungsanlässe veranstaltet.

 

 

–> Bildlegende (Quelle: Wikipedia): Bauarbeiter um 1880 vor dem Südportal in Airolo    

Referat
11.9.2026  
Mitglieder: CHF 10.00 / Nichtmitglieder: CHF 15.00 (Anmeldung erwünscht)

Buchvernissage von Christian E. Besimo „Der letzte Wildheuer“

Moderation durch Ruth Besimo und anschliessender Apéro

Christian E. Besimo bietet mit seinem neuen Roman «Der letzte Wildheuer» einmal mehr einen fesselnden Einblick in die wilde Tessiner Gebirgswelt und in eine archaische, halbnomadisch lebende Gemeinschaft von Menschen. Die Geschichte, eng verwoben mit den Fotografien und Zeichnungen des Autors, lässt uns sprachlos zurück.

 

Leseprobe: Aus dem Tal kommt dem alten Mann das Sonnenlicht entgegen, erfasst zuerst die Maienhäuser auf Sassel, dann den mächtigen Bergahorn von Matro. Plötzlich flammt unter dem Wildheuer der Rand des Medée Grand auf, wird das sonnenbeschienene, vom Schatten des Grates gezackte Wiesenband breiter und breiter, bis die warmen Strahlen auch ihn erfassen, zuerst sein wild abstehendes Haar, dann Gesicht und Körper, zuletzt seine Füsse. Die feinen Tau- und Regentropfen glitzern nun im Gras, stieben bei jedem Zug der Sense wild durcheinander.

Referat
20.8.2026  
Anmeldung erwünscht

Nachhaltiges und multifunktionales Bauen in der Vergangenheit

Die zerklüfteten Gebirgstäler des Nordtessins haben durch ihre lebensfeindlichen Bedingungen stets eine enorme Herausforderung für den Menschen dargestellt, wobei die ganzjährig bewohnte Val Verzasca mit ihrer besonderen Kargheit heraussticht. Es ist faszinierend verstehen zu lernen, wie Menschen dort in früheren Jahrhunderten in der Lage waren nicht nur zu überleben, sondern mit minimalen Ressourcen und einfachsten Mitteln, ohne mechanisierte oder industrielle Unterstützung nachhaltig und multifunktional zu bauen. Zudem waren Wieder- und Weiterverwendung von Baustoffen und Bauten eine Selbstverständlichkeit, obwohl damals Begriffe wie Reuse, Upcycling, Zero-Waste oder Repair- und Secondhandbewegungen, die heute zum politischen Programm gehören, unbekannt waren.

In diesem Seminar wollen wir uns gemeinsam anhand des Modells der Val Verzasca mit den folgenden Fragen auseinandersetzen:    

  • Wie sah der Lebenskontext der Menschen aus?
  • Welche Lebensweisen haben sich daraus gebildet?
  • Welche Formen nachhaltigen und multifunktionalen Bauens haben sich mit welchen Ressourcen entwickelt?
  • Was bedeutete damals Wieder- und Weiterverwendung?
  • Welche Folgen für die Umwelt hatte der Erfolg der Menschen?

Ein reiches Bild- und Datenmaterial bildet die Grundlage für die gemeinsame Diskussion. Es ist ausdrücklich erwünscht, dass die Teilnehmenden ihr Wissen und ihre Erfahrungen in das Seminar einbringen. Eine eintägige Exkursion in die Val Verzasca bietet zum Schluss des Seminars die Möglichkeit, die Thematik im realen Kontext zu vertiefen.

  1. Abend à 1.5 Stunden: Lebenskontext und Lebensformen in der Val Verzasca, nachhaltiges und multifunktionales Bauen I
  2. Abend à 1.5 Stunden: Nachhaltiges und multifunktionales Bauen II, Wieder- und Weiterverwendung
  3. Tagesexkursion in die Val Verzasca. Gemeinsame Anreise mit Zug und Bus

 

Informationen:

Abfahrt: mit öffentlichen Verkehrsmitteln ab Schwyz Zentrum am 30.05.2026 um 06:15 Uhr 

Die beiden Seminarabende ( CHF 20.00 Mitglieder / CHF 40.00 Nichtmitglieder) können mit oder ohne Exkursion gebucht werden.

Die Kosten für die Exkursion betragen CHF 10.00 Mitglieder / CHF 20.00 Nichtmitglieder.

Bitte bei der Anmeldung die entsprechenden Häkchen setzen.

Sie erhalten eine Rechnung.

Bitte beachten Sie: Die Reise muss auf eigene Kosten selbst gebucht werden.

Anmeldeschluss: 28.05.2026

 

Der Kurs wird im Rahmen des Projekts «Glück der Genügsamkeit. Suffizienzbildung an den schweizerischen Volkshochschulen» unterstützt.

 

Exkursion
i de Fabrik, Raum Syti
28.5.2026  
29.5.2026  
30.5.2026  
Mitglieder: CHF 30.00 / Nichtmitglieder: CHF 60.00 (Damit wir gut planen können, bitten wir um Ihre Anmeldung)
Wer das Lernen liebt, der ist dem Wissen nahe.
Konfuzius
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